Klinische Forschergruppe
Erbliche Netzhauterkrankungen:
Klinik, Genetik und Tiermodelle
Teilprojekte 6
Teilprojekt 6: Nordheim
Proteomanalyse von Tiermodellen für erbliche Netzhauter- krankungen
Anhand GFP-markierter und per FACS-Sorting angereicherter Zapfen-Photorezeptorzellen retinaler Mausmutanten werden im Rahmen der Klinischen Forschergruppe Analysen zum Proteom der Zapfenphotorezeptoren und differentielle Proteomanalysen dieser Mutanten im Vergleich zu Wildtyptieren durchgeführt. Dabei steht initial die slc24a2ENU Mutante im Vordergrund. Weitere in der Klinischen Forschergruppe generierte oder bearbeitete Mausmutanten sollen in die Analytik einbezogen werden.
Zusätzlich sollen in diesem Teilprojekt zwei neue Mausmodelle etabliert werden, bei denen nach retinaspezifischer Deletion des srf-Gens zelluläre Migrationsstörungen während der Entwicklung der Netzhaut zu erwarten sind. Das srf-Gen kodiert für den Transkriptionsfaktor SRF, dessen Zielgene dynamische Veränderungen des Aktin-Zytoskletts und damit die Migration und axonale Motilität der betroffenen Zellen steuern. Konditionale SRF-Defizienz soll speziell in retinalen Zellen herbeigeführt werden. Durch die Verkreuzung einer von uns etablierten Mauslinie mit konditional deletierbarem srf-Allel (genannt srfflex1) mit six3-Cre Tieren soll die Deletion des srf-Gens in sich entwickelnden retinalen Zellen induziert werden. Die resultierenden Auswirkungen auf die Funktion der Netzhaut soll nachfolgend durch pathophysiologische, phänotypische und proteomische Analysen charakterisiert werden.
